Häufig gestellte Fragen
Dieser Bereich wurde vom Pressedienst auf der Grundlage der häufigsten Anfragen aus der Bevölkerung erstellt. Die Formulierung der Antworten ist mit den zuständigen Abteilungen abgestimmt.
Warum bemerke ich im Alltag keine Magie?
Das gegenwärtige Hintergrundniveau (rund 27 µTh im globalen Mittel) liegt zwei Größenordnungen unter der Schwelle der Alltagswahrnehmbarkeit, die in kontrollierten Versuchen der 1960er Jahre mit 2–3 mTh bestimmt wurde. Mit anderen Worten: Das Ausbleiben beobachtbarer Erscheinungen ist keine Anomalie, sondern die erwartete Folge des gemessenen Hintergrundzustands. Das Institut weist darauf hin, dass das subjektive „Gefühl des Wunderbaren" keine Messgröße ist und der instrumentellen Verifikation nicht unterliegt.
Ist eine vollständige Erschöpfung gefährlich?
Nach der Konsensbewertung der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe schafft eine vollständige Erschöpfung keine direkten Risiken für das Leben der Bevölkerung: Alle kritischen infrastrukturellen und biologischen Prozesse funktionieren seit Langem im magiefreien Betrieb. Zugleich schließen die Modellrechnungen der Familie THAUM-GCM langfristige kulturell-psychologische Effekte nicht aus (verringerte Häufigkeit von Inspiration, erschwerte Folklorebildung), deren Bewertung außerhalb des Mandats des Instituts liegt. Die asymptotische Annäherung des GIMH an null wird nicht vor den 2070er Jahren erwartet.
Was sind Thaum und Millithaum?
Das Thaum ist die Basiseinheit der Magiemenge: die Menge an Magie, die erforderlich ist, um ein Gramm Materie unter Standardbedingungen einen Meter schweben zu lassen. Für praktische Messungen werden Teileinheiten verwendet: das Millithaum (mTh, ein Tausendstel) und das Mikrothaum (µTh, ein Millionstel). Die Stationsmesswerte des Netzes werden in Mikrothaum veröffentlicht; die Werte des Globalen Index des magischen Hintergrunds (GIMH) in Punkten einer relativen Skala, deren Maximum von 1854 auf 100 festgelegt ist.
Kann man den Daten vor 1921 trauen, wenn das Institut damals noch nicht existierte?
Die Werte vor Beginn der instrumentellen Periode wurden mit indirekten Methoden rekonstruiert: dendrothaumatologische Reihen, Eisbohrkerne und die Statistik der Kirchenbücher der Wunderregistrierung. Rekonstruierte Abschnitte der Reihe werden mit erweiterten Konfidenzintervallen versehen und in Publikationen als Schätzwerte gekennzeichnet. Die Datierung des Hintergrundmaximums auf die Mitte der 1850er Jahre wurde durch drei unabhängige Methoden bestätigt.
Ich bin Zeuge eines unerklärlichen Phänomens geworden. Was soll ich tun?
Melden Sie die Beobachtung über die rund um die Uhr besetzte Hotline +41 31 000 18 54 oder über das Kontaktformular unter Angabe von genauer Zeit, Ort und Art des Phänomens. Verlassen Sie den Beobachtungsort nach Möglichkeit nicht vor der telefonischen Konsultation mit dem diensthabenden Thaumometristen. Bitte beachten Sie: Von den 312 in den Jahren 1990–2016 verifizierten Meldungen wurde keine einzige instrumentell bestätigt; das Protokoll VP-9 verlangt gleichwohl die Prüfung jeder Meldung.
Wie werde ich Freiwilligenbeobachter?
Das Programm zertifizierter Freiwilligenbeobachter steht volljährigen Einwohnern der Vertragsstaaten des Berner Protokolls offen. Der Kandidat stellt einen Antrag über den nationalen thaumometrischen Dienst, absolviert einen Fernkurs (40 akademische Stunden) und eine Attestierung auf Erwartungsneutralität. Erfolgreiche Kandidaten erhalten ein Haushaltsthaumometer der Klasse T-domo zur verantwortlichen Verwahrung. Die Daten des Freiwilligen-Teilnetzes fließen nach der zweijährigen Probezeit einer Station in die globale Mittelung ein.
Warum ergreift das Institut keine Maßnahmen zur Wiederherstellung des Hintergrunds?
Das Mandat des Instituts, festgelegt in der Gründungsakte von 1921, beschränkt sich auf Überwachung, Prognose und wissenschaftlich-methodische Unterstützung. Fragen der aktiven Wiederherstellung des Hintergrunds fallen in die Zuständigkeit der Vertragsstaaten; das Institut merkt seinerseits an, dass keine der bislang vorgeschlagenen Rethaumisierungstechnologien das Stadium unabhängiger Reproduzierbarkeit erreicht hat. Anlage III des Berner Protokolls beschränkt lediglich die Verbreitung dethaumisierender Technologien.
Hängt WLAN mit dem Rückgang des magischen Hintergrunds in meiner Wohnung zusammen?
Eine Panelstudie des Instituts (Kowalczyk et al., 2025) hat auf der Ebene städtischer Agglomerationen einen statistisch signifikanten negativen Zusammenhang zwischen der Dichte drahtloser Netze und dem lokalen Hintergrund festgestellt. Die Übertragung dieses Ergebnisses auf den Maßstab einer einzelnen Wohnung ist jedoch unzulässig: Die Variabilität des Hintergrunds innerhalb einer Wohnung liegt unterhalb des Auflösungsvermögens von Geräten der Klasse T-domo. Das Institut gibt keine Empfehlungen zur häuslichen Nutzung drahtloser Geräte ab.