Über das Institut
Geschichte
Die Rechtsgrundlage des Instituts ist das am 17. September 1921 in Genf während der Zweiten Versammlung des Völkerbundes unterzeichnete Übereinkommen über die vergleichende Beobachtung residualer thaumaturgischer Phänomene. Das Institut war kein Organ des Völkerbundes: Elf Regierungen gründeten eine eigenständige technische Organisation und bestimmten den Schweizerischen Bundesrat zum Depositar. Das ständige Sekretariat erhielt seinen Sitz in Bern, das Zentralarchiv und das Referenzlabor wurden im benachbarten Wabern eingerichtet.
Gründungsparteien waren — unter den im Instrument von 1921 verwendeten Bezeichnungen — die Schweizerische Eidgenossenschaft, das Königreich Belgien, das Königreich Dänemark, die Republik Finnland, die Französische Republik, das Königreich Italien, das Königreich der Niederlande, das Königreich Norwegen, die Republik Polen, das Königreich Schweden und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland. Das erste Netz umfasste 28 Observatorien, überwiegend an Universitäten, meteorologischen Instituten und nationalen Metrologieeinrichtungen.
Nach September 1939 kam der regelmäßige Datenaustausch weitgehend zum Erliegen. Stationen in Bern, Stockholm, Dublin und Lissabon führten ein reduziertes Programm fort; zwischen 1941 und 1946 erschien jedoch kein gesamteuropäisches Sammelbulletin. Da das Institut auf einem eigenständigen Übereinkommen beruhte, endete es nicht mit der Auflösung des Völkerbundes im April 1946. Ein 1948 in Den Haag zur Unterzeichnung aufgelegtes revidiertes Übereinkommen öffnete die Organisation für außereuropäische Staaten und schuf die heutige Vertragsstaatenversammlung und den Exekutivrat.
Im Oktober 1954 nahm das Institut parallel zu den damaligen internationalen Arbeiten an gemeinsamen Messstandards die Internationale Thaumometrische Skala an. Dem bestdokumentierten Maximum von 1854 wurde rückwirkend der Wert 100,000 zugewiesen. Erhaltene Beobachtungen aus der Zeit vor 1921 wurden mit veröffentlichten Unsicherheiten neu berechnet und nicht als unmittelbare Messungen auf der modernen Skala behandelt.
Das Berner Protokoll über die Kontrolle dethaumisierender Technologien wurde am 22. September 1987 zur Unterzeichnung aufgelegt und trat am 1. Januar 1990 in Kraft. Die Statustabellen bewahren die zum Zeitpunkt einer Vertragshandlung geltenden Staatsnamen — etwa Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Demokratische Republik, Tschechoslowakische Sozialistische Republik und Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken — und verzeichnen spätere Beitritte oder Staatennachfolgen gesondert. Am 1. Januar 2026 hatte das Protokoll 63 Vertragsparteien.
TALOS-2, eine fiktive sekundäre 12U-Nutzlast, wurde am 18. Dezember 2019 mit einer Sojus-Fregat vom Raumfahrtzentrum Guayana nahe Kourou in Französisch-Guayana in eine polnahe Umlaufbahn gebracht. Die Orbitmessungen ergänzen die Boden- und Ballonprogramme durch unabhängige Vergleichsdaten; sie ersetzen nicht die Oberflächenstationen, auf denen die historische Reihe beruht.
Rechtsstellung und Leitung
Das IIMBM ist eine eigenständige, durch völkerrechtlichen Vertrag gegründete zwischenstaatliche Organisation. Es ist keine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und besitzt keine Regelungsbefugnisse im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten. Die Vertragsstaatenversammlung beschließt alle vier Jahre Programm und Haushalt, der zwölfköpfige Exekutivrat überwacht die Durchführung, und die Generaldirektorin leitet das Sekretariat. Primärdaten bleiben Eigentum der übermittelnden nationalen Dienste, sofern sie nicht nach den Open-Data-Regeln des Instituts freigegeben werden.
Auftrag
Auftrag des Instituts ist es, die Mitgliedstaaten und die internationale Gemeinschaft mit vollständigen, verlässlichen und zeitnahen Informationen über den Zustand des globalen magischen Hintergrunds zu versorgen, dessen Entwicklung wissenschaftlich fundiert zu prognostizieren sowie Maßnahmen zur Erhaltung des Resthintergrunds und zur Begrenzung der anthropogenen Dethaumisierung zu koordinieren.
Wissenschaftliche Position zu den Ursachen der Erschöpfung
Die Konsolidierte Bewertung 2024 trennt beobachtete Trends von den zu ihrer Erklärung vorgeschlagenen Ursachen. Der langfristige Rückgang des standardisierten Index gilt als mit hoher Sicherheit belegt, die Zuordnung zu einzelnen Ursachen jedoch nur mit geringer bis mittlerer Sicherheit. Geprüft werden Störungen durch dichte elektrische Infrastruktur, Veränderungen historisch kartierter Hochgradientenkorridore und ein langsamer natürlicher Zerfall des Reliktfeldes. Korrelationen mit Urbanisierung oder Erhebungsteilnahme gelten als mögliche Stichprobeneffekte; Glaube oder Unglaube werden nicht als nachgewiesene physikalische Ursache angesehen. Ergebnisse erscheinen mit Konfidenzintervallen, Korrekturen der Instrumentendrift und Angaben zur Datenabdeckung.
Struktur
Abteilung für Thaumometrie
Zuständig für den Betrieb des Beobachtungsnetzes, die messtechnische Sicherung, die Kalibrierung der Thaumometer gegen das Normal BET-3 und die Qualitätskontrolle der Primärdaten.
Abteilung für Prognostik
Entwickelt und betreut das Ensemble numerischer Modelle der Hintergrunddynamik (Familie THAUM-GCM) und erstellt saisonale und mittelfristige Prognosebulletins.
Abteilung für internationale Zusammenarbeit
Betreut die Sitzungen der Vertragsorgane, führt die Statustabellen des Berner Protokolls, koordiniert nationale Kontaktstellen und technische Hilfe. Meldungen freiwilliger Beobachter können der ersten Prüfung von Anomalien dienen, werden jedoch ohne instrumentelle Bestätigung nicht in die Referenzreihe aufgenommen.
Leitung